Nach einem für Pilger eher untypischen Frühstück in einer international ausgerichteten Bar („Erasmus“) geht das Erkunden los.
Der gestern bei Nacht besuchte Plaza Mayor sieht bei Tageslicht anders aus, irgendwie älter, altes Barock halt.

Fairerweise muss man erwähnen, dass es der größte zusammenhängende Hauptplatz im barocken Stil Spaniens ist.
Nicht viel später besichtigen wir die Kathedrale.

Die Städtebauer des Mittelalters haben klugerweise die alte Kathedrale neben der neuen stehen lassen. Da nun gerade am Sonntag in der neuen Kathedrale die Hauptmesse stattfindet, besuchen wir die alte Kathedrale und den anschließenden Kreuzgang. Die neue Kathedrale muss wegen der Messe noch auf uns warten.
Wir sehen uns die Universität an und ihre zahlreichen Verzierungen an der Eingangsfassade. Auf einem der rechten Säulen sind Totenköpfe zu sehen. Einer der Totenköpfe trägt einen Frosch auf dem Kopf. Man sagt, der Student, der diesen Frosch findet – ohne fremde Hilfe -, der wird seine Prüfungen bestehen.
Es geht weiter zum „Muschelhaus“,

dessen Fassade von über 300 Muscheln besetzt ist. Eine Legende besagt, dass hinter einer dieser Muscheln ein Goldschatz versteckt liegt. Warum hier wohl noch keine Muschel abgeschlagen wurde?
Nach einer kleinen Mittagspause besichtigen wir nun auch die neue Kathedrale und gehen direkt im Anschluss auf deren Dach. Die Aussicht ist unglaublich. Man hat beinahe einen Rundumblick auf ganz Salamanca.
Nach dieser Besichtigung gehen wir etwas weiter aus dem Stadtkern heraus, an das Ende einer sehr alten romanischen Brücke, von der aus man einen guten Blick über die Türme der Kathedralen und die große Universität hat.
Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft machen wir an einem kleinen Café im Univiertel Halt und stärken uns mit Churros und einem Bocadillo, einem typisch spanischen, belegten Baguette.
Noch ein letzter Stop vor der Pension, um Proviant für die erste Etappe zu kaufen und dann geht es zurück.
Zum Abendessen geht es in eine kleine Tapasbar neben unserer Unterkunft, in der wir uns aber nicht lange aufhalten (nur vier Cañas und zwei Tapas lang 🙂 ) da morgen ein langer Tag vor uns liegt.
Morgen beginnt unsere Wanderung, auf der von Salamanca bis Santiago de Compostela 470 km auf uns warten. Von dieser Strecke laufen wir aber voraussichtlich nur 280 km.