08.10. – La Bañeza

Heute müssen wir uns das Frühstück wieder selber machen, was fast in einer Katastrophe mündet, da der Toast im Toaster stecken bleibt und nicht nur pechschwarz wird, sondern kurz vor der Selbstentzündung steht. Von der Rauchentwicklung mal ganz abgesehen. Zu allem Überfluss hat die Tassimo-Kaffeemaschine auch noch beträchtlich viel Wasser abgelassen, nur nicht in die Tasse, sondern auf den gesamten Buffettisch. Ein entspannteres Frühstück zum Wochenbeginn kann man sich kaum vorstellen….

Nun, nachdem wir alle Schäden beseitigt und das Buffet aufklaren konnten, geht es um 09.15 Uhr bei 6°C auf den Weg. Zunächst laufen wir wieder 3 km an der LE 114 entlang Richtung Norden,

bevor wir in La Nora abbiegen und nun einer Piste am Ufer des Flusses Jamuz durch Schilf und Pappelwäldern folgen. Zum Glück schlafen um diese Uhrzeit fast noch alle Einwohner Kastilien-Leóns, weshalb wir nur 3 Autos zählen.

Nach rd. 5 km erreichen wir Quintana del Marco, wo wir in der Bar la Plaza kurz Rast halten. Anders als vor vier Jahren, wo ich hier noch eher unfreundlich empfangen wurde, werden wir sofort freundlich begrüßt. Mit nur einem Kaffee will man uns hier nicht entlassen. Es gibt Kuchen und Tortilla in verschiedenen Ausführungen. Erst nach diesem Pflichtprogramm können wir unseren Weg fortsetzen. Am Ortsende kommen wir noch am mittelalterlichen Wehrturm der Gemeinde vorbei.

Weiter geht es 3 km entlang des Jamuz, bevor wir linker Hand Villanueva de Jamuz erreichen. Hier machen wir erneut am Ortsrand kurz Rast, bevor es weitere 2 km am Fluss entlang geht.

500 m vor dem berühmten Sprung über einen breiten Graben und einer Wegführung durch ein verwegenes Dickicht werden wir bei km 14,5 nach rechts auf eine breite Geröllpiste abgeleitet. Hier scheint sich die Routenführung geändert zu haben. Nach mehreren hundert Metern schwenkt die Piste dann in einem Waldstück wieder nach links Richtung La Bañeza ein. Durch diese neue Routenführung verpassen wir allerdings das Dorf Santa Elena de Jamuz und müssen über einen weiten Bogen Richtung eines Industriegebietes am Rande von La Bañeza ohne großen Schutz vor Sonne laufen. Zudem nerven hier die Unmengen an Insekten, die wir auch mit viel Tamtam nicht abschütteln können.

Nach 19 km und schon reichlich angespannt erreichen wir den Stadtrand von La Bañeza. Dann dauert es aber nicht mehr lang, bis wir nach insgesamt 5 Stunden und 45 Minuten sowie 20,6 km mitten in der Stadt unsere Unterkunft finden, in der wir sehr freundlich empfangen werden.

Nach der Erstversorgung in der Unterkunft geht es schnell auf den Hauptplatz in die Bar Bugatti, in der wir mit lecker Bocadillos für den heutigen Tag belohnt werden. Anschließend geht es früh zurück. Morgen liegt eine anstrengende Etappe mit 25 km und einer nicht einfachen Wegführung vor uns.

Hinterlasse einen Kommentar